10.09.2026
Pressemitteilung, Ratsfraktion B90/Die Grünen Erkelenz vom 04.09.2026
Die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Erkelenz begrüßt die Reaktion der Stadtverwaltung auf ihre Anfrage zum Hitzeschutz am Franziskanerplatz und zu kurzfristigen Maßnahmen während der letzten Hitzewellen. Die Antworten zeigen, dass wichtige Themen aufgegriffen wurden und erste konkrete Lösungen auch für zukünftige Hitzeperioden in Vorbereitung sind.
„Besonders erfreulich ist, dass eine großflächige Beschattung des Wasserspielbereiches und der Sitzmöglichkeiten durch ein Sonnensegel auf dem Franziskanerplatz in Planung sind. Genau dieses Ziel haben wir mit unserer Anfrage verfolgt, denn angesichts der zunehmenden Zahl heißer Sommertage ist es wichtig, öffentliche Plätze so zu gestalten, dass Kinder und ihre Begleitpersonen sie auch oder gerade bei hohen Temperaturen nutzen können“, meint Christel Honold-Ziegahn.
„Unsere Anfrage hat deutlich gemacht, dass Hitzeschutz längst keine Zukunftsaufgabe mehr ist, sondern heute auch in Erkelenz umgesetzt werden muss. Es freut uns, dass die Verwaltung hier bereits konkrete Lösungen verfolgt“, erklärt Petra Kanters, Co-Fraktionssprecherin.
Gleichzeitig sehen die Grünen beim kommunalen Hitzeschutz weiterhin erheblichen Handlungsbedarf. Die Verwaltung verweist zwar auf das kommende Klimafolgenanpassungskonzept, einen Hitzeaktionsplan gibt es bislang jedoch nicht. Auch die Einrichtung einer ressortübergreifenden Arbeitsgruppe oder eines Krisenstabes für extreme Hitzeereignisse ist derzeit nicht vorgesehen.
„Hitzewellen gehören inzwischen zur Realität. Deshalb braucht Erkelenz neben langfristigen Konzepten auch kurzfristige und gut abgestimmte Maßnahmen zum Schutz besonders gefährdeter Menschen – etwa älterer Menschen, Kleinkindern oder chronisch Erkrankter“, betont Andreas Schuflitz, Co-Fraktionssprecher.
Positiv bewerten die Grünen die geplante Bereitstellung eines „Hitzeknigges“ für die Bevölkerung sowie die vorgesehene Karte mit kühlen Orten in der künftigen Erkelenz-App. Ebenso unterstützen sie den angekündigten Austausch mit den Kirchengemeinden, um während extremer Hitze kühlere Aufenthaltsorte zugänglich zu machen. Für die Grünen ist jedoch klar: Hitzeschutz muss als kommunale Vorsorgeaufgabe dauerhaft etabliert werden. Dazu gehören mehr Verschattung und Grün im öffentlichen Raum, zusätzliche Trinkwasserangebote, eine bessere Information der Bevölkerung sowie eine enge Zusammenarbeit aller Akteure, um kühle Orte für vulnerable Gruppen zu schaffen.
„Der Klimawandel ist längst in unseren Städten angekommen. Mit unserer Anfrage wollten wir einen Impuls geben – und wir werden das Thema auch künftig konstruktiv begleiten. Unser Ziel ist eine lebenswerte und klimaangepasste Stadt – für die kommenden Generationen“, so
Fraktionsgeschäftsführer Kristian Kuylaars.
Mitteilung der Grünen Fraktion Erkelenz vom 04.09.2026
Die Grünen in Erkelenz freuen sich über die Antwort der Stadt. Die Stadt hat ihre Fragen zum Schutz vor Hitze beantwortet.
Sonnensegel für den Franziskanerplatz geplant
Die Stadt plant ein großes Sonnensegel (Schutz vor der Sonne). Es soll den Wasserspielbereich und die Sitzmöglichkeiten beschatten (Schatten geben).
Christel Honold-Ziegahn sagt: „Das ist genau das, was wir wollten. Es wird immer mehr heiße Tage geben. Deshalb müssen öffentliche Plätze auch bei Hitze nutzbar sein. Kinder und Eltern sollen dort sitzen können."
Petra Kanters ergänzt: „Hitzeschutz ist nicht nur Zukunftsaufgabe. Wir müssen das heute schon tun. Es ist gut, dass die Stadt konkrete Lösungen plant."
Mehr Maßnahmen sind nötig
Die Grünen sehen aber noch viel zu tun. Es gibt noch keinen Hitzeaktionsplan (Plan für extreme Hitze). Auch eine Arbeitsgruppe (Gruppe von Experten) zum Hitzeschutz gibt es nicht.
Andreas Schuflitz sagt: „Hitzewellen sind normal geworden. Wir brauchen schnelle Hilfe für alte Menschen, Kinder und kranke Menschen."
Gute erste Ideen der Stadt
Die Grünen loben diese Pläne:
- Ein „Hitzekniggel" (Ratgeber mit Tipps zur Hitze) für alle Menschen
- Eine Karte mit kühlen Orten in der neuen Erkelenz-App (Handy-Programm)
- Zusammenarbeit mit Kirchen, um kühle Plätze zu öffnen
Die Grünen sagen aber klar: Hitzeschutz muss Daueraufgabe der Stadt sein.
Das braucht Erkelenz:
- Mehr Schatten und mehr grüne Pflanzen in der Stadt
- Mehr Trinkwasserstellen
- Bessere Information für alle Menschen
- Enge Zusammenarbeit aller Akteure (Alle arbeiten zusammen)
Kristian Kuylaars abschließend: „Der Klimawandel ist hier angekommen. Wir wollen eine lebenswerte Stadt für die Zukunft."