Antrag
Einrichtung einer „Schulstraße“ auf dem Zehnthofweg
1. Die Verwaltung wird beauftragt, auf dem Straßenabschnitt des Zehnthofweg zwischen der Westpromenade und der Zufahrt zum Busbahnhof die Einrichtung einer Schulstraße zu prüfen. Diese wäre zu den Stoßzeiten des Schülerverkehrs temporär für den Autoverkehr zu sperren (z. B. durch Beschilderung).
2. Die Verwaltung prüft, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, damit eine Realisierung vor dem Beginn des nächsten Schuljahres möglich ist (z. B. drehbare Gatterschranke).
Begründung:
Immer häufiger sorgen Elterntaxis vor Schulen für gefährliche Situationen. Autoschlangen vor der Schule, zugeparkte Gehwege, und gefährliches Verkehrschaos statt sicherer Schulwege. Was vielerorts im Land zum Problem geworden ist, gehört vor den Erkelenzer Schulen ebenfalls zum Alltag. Mit Elternhaltestellen oder Appellen wurde bisweilen versucht eine Lösung zu finden, diese Maßnahmen blieben aber leider erfolglos.
Offensichtlich sind auch viele Erkelenzer Eltern der Auffassung, dass die Schulwege ihrer Kinder nicht sicher sind. Dies beweist u. a. die große Teilnehmerzahl, bei der vom ADFC Heinsberg in diesem Jahr zum zweiten Mal organisierten Kinderfahrrad-Demo „Kidical Mass“.
Auch die Stadt Erkelenz hat erkannt, dass sie diesbezüglich handeln muss und zur Europäischen Mobilitätswoche mit der Aktion „Warum stehst Du auf meinem Weg?“ an der Astrid-Lindgren-Schule und der Europaschule zusammen mit der Kreispolizei auf die Problematik der Elterntaxis hingewiesen.
Hiervon besonders betroffen ist mit der Astrid-Lindgren-Schule, die Franziskus-Schule und der Kinderhort Erkelenz, der Zehnthofweg. Aus diesem Grund soll auf dem Zehnthofweg der Autoverkehr zu den Hol- und Bringzeiten morgens und nachmittags ausgesperrt werden. Hierzu sollen alternativ Elternhaltestellen (Kiss + Drop) z. B. an der Westpromenade eingerichtet werden, so dass die Kinder die letzten Meter zur Schule zu Fuß zurücklegen können.
Inspiriert ist die Maßnahme von den sogenannten Schulstraßen in Österreich, die dort seit 2022 in der Straßenverkehrsordnung verankert sind und immer mehr Zuspruch finden. In Deutschland ist das Instrument bislang nicht in der Straßenverkehrsordnung
Schulstraße auf dem Zehnthofweg
Was soll die Stadt tun?
Die Stadt prüft eine Schulstraße. Das ist eine besondere Straße.
Die Straße ist der Zehnthofweg. Sie liegt zwischen Westpromenade und Busbahnhof.
Morgens und nachmittags sperrt man die Straße für Autos. Das sind die Bring- und Holzeiten.
Man nutzt dafür Schilder oder Schranken (bewegliche Gitter).
Die Stadt prüft auch: Was brauchen wir noch? Die Schulstraße soll zum neuen Schuljahr starten.
Warum ist das wichtig?
Zu viele Eltern fahren ihre Kinder zur Schule mit dem Auto.
Das nennt man Elterntaxis. Das ist gefährlich für Kinder.
Autos parken überall. Kinder können nicht sicher gehen.
Es gibt Verkehrschaos vor Schulen. Das ist nicht sicher.
Viele Erkelenzer Eltern haben Angst um ihre Kinder.
Das zeigt auch die große Fahrrad-Demo „Kidical Mass".
Was ist noch geplant?
Eltern sollen ihre Autos woanders parken. Zum Beispiel an der Westpromenade.
Dann gehen die Kinder die letzten Meter zu Fuß zur Schule.
Das nennt man Elternhaltestelle (Kiss + Drop).
Diese Idee kommt aus Österreich. Dort gibt es Schulstraßen seit 2022.
Sie funktionieren gut und werden immer beliebter.