Antrag: Entsiegelung von privaten Schotterflächen

Aus der Kategorie: Ökologie und Naturschutz
Status: gestellt

Kurzbeschreibung des Antrags

Die Fraktion BÜNDNIS 90/Die Grünen im Rat der Stadt Erkelenz stellt nachfolgenden Antrag zur Beratung im zuständigen Ausschuss:

„Die Stadt Erkelenz fördert die Entsiegelung der mit Kies und Schotter bedeckten Garten- und Gewerbegebietsflächen mit einem festzulegenden Betrag pro Quadratmeter.
Zudem wird eine Festsetzung in zukünftigen Bebauungsplänen nach § 9 Abs. Nr. 1 Nr. 16d, 20 und 25 BauGB getroffen, die eine Errichtung von versiegelten Gartenflächen („Schottergärten“) nicht mehr vorsieht.“

 

Begründung

Der seit einigen Jahren bekannte Trend zu sogenannten Schottergärten führt zu ökologischen Problemen und verändert das Bild ganzer Straßen im negativen Sinne. Mittlerweile greifen Gemeinden aus guten Gründen regulierend ein und schaffen Anreize zu einem Rückbau toter Gärten. Auch der Städte- und Gemeindebund NRW bezieht in seiner Veröffentlichung Handlungsempfehlung zum Umgang mit Schottergärten klar Position.

Vorteile einer Entsiegelung bestehender Flächen und Verhindern weiterer Versiegelungen sind:

  • Verbesserung des Mikroklimas
  • Verhinderung der Entstehung von Hitzeinseln
  • Wiederherstellung bzw. Bewahrung der natürlichen Bodenfunktion
  • Entlastung der Kanäle
  • Positiver Effekt auf Flora und Fauna (hier: Insektenschutz)
  • Positiver Effekt auf das Straßenbild

In der näheren Umgebung hat die Stadt Korschenbroich ein ähnliches Programm aufgelegt.

In Zeiten abnehmender Insektenbestände, verödender Gärten und Klimawandel bedingter Probleme wie Überhitzung und Kanalnetzüberlastung bietet sich der Stadt Erkelenz hier die Gelegenheit, positive Effekte zu generieren und ihrer Vorreiterrolle im Kreis Heinsberg hinsichtlich Nachhaltigkeit erneut gerecht zu werden.

Historie des Antrags

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