Mit Fahrrad gegen Kohlebagger – Fahrraddemo am 5. September

Am 5. September demonstrieren die Grünen im Rheinischen Revier für eine klimafreundliche Energie- und Verkehrswende.

Aus den Kategorien Klimaschutz, Braunkohle, Fahrradfreundliche Stadt

vom 2. September 2021

Der für die Elektromobilität dringend benötigte Strom soll nach Willen der NRW Landesregierung noch bis 2038 aus der Braunkohleverstromung kommen. Gleichzeitig wird der Windkraft- und Solarenergie-Ausbau von der NRW Landesregierung blockiert und eine klimafreundliche Energie- und Verkehrswende dadurch praktisch unmöglich gemacht.

Um die katastrophalen Folgen der Klimakrise abzuwenden, reicht es aus Sicht der Grünen nicht, 50 Millionen Autos auf E-Antrieb umzustellen und bestehende Autobahnen weiter auszubauen.

Allein durch die Verlegung der A61 auf die A44n sind 110 Mio. Euro Kosten entstanden. Für weitere 250 Mio. Euro sollen die A61 und A52 bei Mönchengladbach in den nächsten Jahren vierspurig ausgebaut werden. Des Weiteren steht der Wiederaufbau der A61 im Raum, wofür weitere Kosten in Millionenhöhe anfallen werden.

Dieses Geld soll aus Sicht der Grünen möglichst in klimafreundliche Mobilitätsformen (z. B. Rad- und Fußverkehr, ÖPNV, Erhalt und Ausbau der Schiene) investiert werden und den Menschen im Rheinischen Revier die Möglichkeit geben, gute und sichere Alternativen zum Auto zu finden.

„Es kann nicht sein, dass auf Kosten der Erkelenzer Bürger und Bürgerinnen Ortschaften und kostbarer Ackerböden unwiderruflich zerstört werden, damit zukünftig E-Autos über sechsspurige Autobahnen rasen. Diese Vorhaben sind nicht mehr zeitgemäß“, so Dirk Rheydt, Mitorganisator der Fahrraddemo.

Die Grünen im Rheinischen Revier möchten auf diese Fehlentwicklung hinweisen und organisieren hierzu am 5. September eine Fahrraddemo, bei der Fahrradfahrer*inne aus der gesamten Region zum Tagebau Garzweiler fahren werden. Hierzu gibt es zentrale Sammelstellen (u. a. Neuss, Mönchengladbach und Erkelenz), von denen die Teilnehmer*innen gemeinsam zum Tagebau bei Lützerath anreisen können. Dort angekommen, soll eine schützende Fahrrad-Menschenkette zwischen Tagebau und dem vom Abriss bedrohten Randdorf Lützerath gebildet werden.

Die gemeinsame Fahrradtour von Erkelenz zum Tagebau soll über die A46 und bis Wanlo über die A61 führen. Hierdurch soll deutlich gemacht werden, dass die Verkehrswende nur mit einer nachhaltigen Energiewende gelingen kann und der weitere Autobahnausbau unverzüglich gestoppt werden muss. Da die Polizei das Befahren der Autobahn untersagt und eine Alternativstrecke vorgeschlagen hat, haben die Grünen hiergegen Klage beim Verwaltungsgericht eingelegt. Bis dahin bleibt abzuwarten, ob die Richter dem Kläger Recht geben.

Die gemeinsame Abfahrt ab Erkelenz findet am 5. September um 11 Uhr auf der großen Wiese im Ziegelweiherpark (entlang der Nordpromenade) statt. Die Strecke von Erkelenz bis Lützerath ist ca. 20 km lang, für die Rückfahrt ist jeder selbst verantwortlich. Im Anschluss (ca. 14 Uhr) besteht die Möglichkeit eines gemeinsamen Picknicks bei der Mahnwache Lützerath.

Während des Demonstrationszugs gelten die aktuellen Regeln der Coronaschutzverordnung. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist während der Fahrt mit dem Fahrrad nicht erforderlich.

Weitere Informationen unter:

https://rheinland-der-zukunft.de

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