Umweltschutz ganz praktisch – auch im Wahlkampf

Ohne eine funktionierende Umwelt ist alles nichts. Alle Parteien haben das endlich erkannt.

Aus den Kategorien Kommunalwahl 2020, Klimaschutz

vom 21. August 2020

Alle Parteien wollen die Umwelt schützen, die Natur erhalten und nachhaltig mit unseren Ressourcen umgehen. Da haben sie einiges von den Grünen gelernt und abgeschrieben, wofür die „Ökopaxe“ jahrelang belächelt wurden. Jetzt haben sie den Umweltschutz quasi erfunden, von den Christdemokraten über die Liberalen, über die blauen Alternativdeutschen bis zu den Sozialdemokraten, die sich notgedrungen von den rauchenden Schlöten als Zeichen für Wohlstand aus Arbeiterhand verabschiedet haben.

 

Ab jetzt ist „Umweltschutz“ angesagt

Im Internet, in Broschüren und auf Plakaten werden die wohlklingenden und austauschbaren Botschaften unters Volk gebracht. Die Botschaft hinter der Botschaft ist dabei: „Wählt nicht die Grünen, wählt uns! Umweltschutz machen wir mit links nebenbei, wenn noch Zeit übrig ist!“. Das soll der Wähler gerne glauben und sich in Ruhe wiegen. Die Klimakrise ist noch lange hin und vielleicht ja nur Science Fiction. Geht die Rechnung auf? Jetzt, im dritten Dürresommer in Folge und einer Diskussion über Wasserknappheit tut sie es nicht.

 

Die Sache mit der Glaubwürdigkeit

Neulich fragte mich ein kleines Mädchen, aus welchem Material die Plakate wären, die ich da aufhänge. Die seien doch wohl nicht aus Plastik, weil Plastik die Umwelt schädigt und das Meer verschmutzt. Das hat mich sehr gefreut. Denn selbst die Kinder denken neu über Themen, die wir viel zu lange vor uns hergeschoben haben. Ich habe ihr erklärt, dass grüne Plakate aus Pappe sind und nach dem Wahlkampf wieder zu Papier verarbeitet werden. Das fand sie gut. Alle anderen Parteien haben ihre Umweltschutzgedanken auf Einwegplastik gedruckt, weil das ein paar Cent billiger ist und „nach der Wahl kräht da ja kein Hahn mehr nach“.

Hier zeigt sich: Nur das Original denkt auch beim Wahlkampf an unsere Umwelt. Denn für die Grünen ist Umwelt nicht nur alle sechs Jahre ein Thema.

Ihr Hans-Josef Dederichs

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