Artenvielfalt stärken – Flächenfraß stoppen: Ein Besuch bei Erkelenzer Landwirten

Auf Einladung der Orts-Bauernschaft trafen sich zahlreiche Landwirte auf dem Grates Hof Wockerath mit dem Bürgermeister-Kandidaten der Grünen, Hans Josef Dederichs. Er wurde begleitet von Sebastian Keelan, Gesamtschullehrer aus Katzem und Dipl.-Ing. Christine Wedderwille aus Kaulhausen.

Aus den Kategorien Klimaschutz, Ökologie und Naturschutz

vom 5. Juli 2020

Nach einem Rundgang über den Grates Hof, bei dem Hausherr Stefan Grates die Gäste über die konventionelle, regionale Landwirtschaft informierte, wurde in der Scheune des Grateshofes die Kommunalpolitik der Stadt Erkelenz diskutiert.
Dabei wurden auch die teilweise unterschiedlichen Positionen der beiden Parteien deutlich gemacht. Einig war man sich jedoch in der Frage des Flächenverbrauch. Gemeinsam mit dem ebenfalls anwesenden Ratsherren Bienefeld, FDP, Beschlossen die Landwirte und die Grünen, zukünftig regelmäßig zusammen kommunalpolitische Fragen zu diskutieren und gemeinsam Lösungen zu finden.

Hubert Fell (Ortslandwirt aus Terheeg) war so freundlich uns eine Zusammenfassung des Treffens aus seiner Sicht zuzusenden, was wir hier auch gerne zeigen möchten:

 

Wir durften uns bei der Familie Grates in Wockerath treffen. In der großen Halle, sodass der Sicherheitsabstand gewahrt werden konnte. Es waren viele Landwirte vor Ort und es gab lebhafte Diskussionen, Wir mussten feststellen, dass wir jahrelang übereinander anstatt miteinander geredet haben. Aufgrund dessen schlug Hans Josef Dederichs vor, sich auch nach den Kommunalwahlen einige Male jährlich zu treffen um den Zustand in der Landwirtschaft zu diskutieren und Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten.

Er war verdutzt darüber, dass viele Landwirte bereit wären, statt Getreide auch Blühäcker und Blühstreifen zu säen. Er hat auch festgestellt, dass in den letzten Jahren die Grünflächen auch im Interesse der Öffentlichkeit immer mehr zugenommen haben.

Wir haben ebenfalls thematisiert, dass wir extrem strengen Auflagen der EU unterliegen, die fordern, dass das Einsäen zentimetergenau per GPS getrackt wird. Werden dabei z.B. nur 10cm in der Breite nicht eingehalten, müssten Strafen gezahlt werden.

Wir haben ebenfalls über die Nutzung von Feldwegen gesprochen und ich muss hier Hans Josef auch Recht geben, dass hier jeder mit Rücksicht aufeinander gehen und fahren sollte, damit man gut und sicher aneinander vorbeikommt. Das betrifft uns selbst, unsere Aushilfsfahrer, Fußgänger und Radfahrer.

Der Beginn des Treffens war um 18:30 Uhr in gemütlicher Runde und selbst um 22:00 Uhr waren noch sehr viele da und führten interessante Diskussionen, das muss ich wirklich sagen. Wer nicht da war, hat was verpasst.

Das nächste Treffen möchten wir frühzeitig ankündigen und würden uns freuen, wenn Interessierte dazu kommen.

Es war ein super Dialog!

Hubert Fell, Ortslandwirt aus Terheeg

 

Ebenfalls würde die Glyphosat- und Gülleproblematik besprochen. Gemeinsam kam man zu der Einsicht, dass auch hier Aufklärung und Kommunikation für alle Seiten in Zukunft der richtige Weg sind.

Im Laufe der Gespräche wurde klar, dass alle Beteiligten sich insbesondere für den Erhalt der Stadt Erkelenz als ländlichen Siedlungsraum einsetzen wollen.

Ganz nebenbei: Das Treffen fand wie erwähnt am Hof Grates in Wockerath statt. Die ganze Familie arbeitet dort leidenschaftlich mit Tieren und Natur zusammen. Man kann dort jederzeit vorbeischauen, sich selbst ein Bild machen und sich austauschen.

Die folgenden Termine werden wir hier und auf Facebook frühzeitig veröffentlichen!

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